2023 #1/4

#whatsnew

  • Wir sind happy! Denn wir haben für unsere jährliche Kick-Off- Reise eine Finanzierung erhalten. YAY! Die Kick-Off Reise ist ein wichtiger Bestandteil jeder Kollektion und findet zusammen mit ca. 10 Teilnehmer:innen statt.
    3 Tage kreativer Retreat in einem Hostel in Lauenburg und beschäftigen uns intensiv mit dem neuem Thema. Wir zeichnen, erstellen Moodboards, machen Stoffexperimente und wachsen als Team zusammen. Das Highlight des Jahres!

  • Fashion Revolution Week startet vom 22.04.-29.04. und vagabunt ist erstmalig dabei. Zusammen mit unseren jungen Designer:innen planen wir kleine Aktionen auf Insta und im Showroom. Aufregend!

  • sad news: unsere hochgeschätzte Sharon verlässt das Anleiterinnen-Team :(. Mit dem Bachlor of fine arts gewappnet sucht sie ihr Glück nun in Berlin. Wir und unsere Insta-Follower:innen wünschen ihr viel Glück. Sharon nutzte ihre kreative Ader vor allem auf unserem Insta-Account, den sie mit orginellem Content bespielte. Im Showroom verwirklichte sie ihre Interior-Design-Fantasys und war bei allem eine tolle Anleiterin für unsere jungen Teilnehmer:innen.


#Workinprogress

  • Die Kollektion 2023 nimmt Gestalt an. “Halanime” heißt die Kollektion und wir stellen uns die Frage, was passiert, wenn man traditionelle, orientlische und “anständig”(halal) Mode mit der Ästhetik der Manga und Anime Welten kombiniert. Klingt widersprüchlich. Ist es nicht. Wir beschäftigen uns mit neuen Materialien, wagen uns an neuen Silhoutten und stellen alle Geschlechterrollen in Frage. Wie das aussieht könnt ihr im Winter 2023 herrausfinden. Denn dann ist die Kollektion online. Stay tuned!

  • Talking about neue Materialen: Isabell war zu Besuch und hat uns das Stricken an der Strickmaschine beigebracht. Isabelle gehört das charmante Label faible & failure aus Hamburg. Im Karoviertel fertigt sie zauberhafte Kleidung und Accessoires aus nachhaltiger Wolle und nach dem Zero-Waste Prinzip. We love it.

  • Siebdrucken im Frappant: die ersten 30 Shirts sind schon bedruckt mit den Designs von 7 verschiedenen vagabunt Künstler:innen. Für Alle war es das 1. Mal beim Siebdrucken. Dass so u.a. Prints auf Shirt kommen, hätten sie nicht gedacht.


#teamvagabunt

In jeder Ausgabe wollen wir euch eine oder einen vagabunty vorstellen.

Heute stellen wir euch Darleen (sie/ihr) 20 Jahre vor:

Lale: Magst du dich ein Mal vorstellen?

Darleen: ok also ich bin Darleen, ich bin 20 Jahre alt und ehm ich bin seit Sommer beim Nähen tätig und jetzt hab ich neu einen Job bei Rewe angefangen und hm was kann man noch sagen

Lale: also seit Sommer bist du hier bei vagabunt?

Darleen:  ja also da bin ich auch von Köln nach Hamburg gezogen seit Sommer, seitdem ich in Hamburg bin habe ich auch nach Wochen direkt ein Angebot bekommen also hier zu arbeiten so, was ich cool fand.

Lale: was würdest du sagen sind deine Aufgaben bei vagabunt?

Darleen: ich mache alles mögliche hier, also ich bin entweder bei der Handarbeit hier tätig und zuständig und bei Nähmaschine oder für schneiden, was ich zur Zeit tue. Vor allem auch im Laden zuständig, also da habe ich auch mal ne Aufgabe gehabt wo ich im Laden war und für Ordnung gesorgt habe also alles aufgeräumt habe und organisiert und alles halt neu geordnet.

Lale: was gefällt dir davon am besten?

Darleen: also mir gefällt eigentlich alles ich hab nicht wirklich ein Favorit weil ich irgendwie für alles so offen bin und mir alles so Spaß macht vor allem weil ich ja auch daraus lernen kann.

Lale: und wenn du dich entscheiden müsstest für eine Sache, wenn wir sagen würden, ok Darleen du machst jetzt nur noch eine Sache für den Rest der Zeit?

Darleen: hahaha ich glaube Handarbeit, so dieses wie heißt das noch mal? Blind, ne... mit Hand so nähen, Bindstich genau, das Wort hat mir gefehlt.

Lale: wie würdest du deinen Stil beschreiben, was sind so deine Lieblings-Kleidungsstücke, hast du ein Styleicon?

Darleen: also ich bin ehrlich, eigentlich probiere ich alle Styles aus also je nach dem, ich mag es nach Farbe zu kombinieren, also es muss auf jeden Fall zu der Farbe passen, so ähnliche Farben auch die ich gerne kombiniere. Und so Sachen, die ich halt gerne tragen sind halt diese  lockere Hosen, Cargo Hosen und also lockere Sachen halt.

Hier hat Darleen eine Dinge in der Werkstatt fotografiert die für sie eine Bedeutung haben.


Also ich hab die Tafel davon ein Bild gemacht, weil da halt steht was halt ein red flag und green flags sind und der Sinn dahinter ist halt, dass die Gefühle von anderen berücksichtigt werden deswegen finde ich es gut, dass das da hängt,  so das nicht einfach jeder das tut was er will sondern auch so bisschen ja auf die anderen achtet.

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Showroom, davon habe ich ein Bild gemacht, weil ich es cool finde, dass die Sachen alle selber genäht sind, sonst kenne ich es immer so das das halt von Maschinen gemacht wird. Das ist der erste Laden wo ich gesehen habe das die Sachen alles selbst gemacht worden sind und das finde ich halt auch nice.

Suzanne: was meinst du mit unserer Kleidung machen wir selbst und die andere Kleidung wird mit Maschinen gemacht?

Darleen: ne ich meine generell von anderen Läden zum Beispiel die bekannteren H&M und so sind alles ja mit Maschine.

Suzanne: Und was für Maschinen, was glaubst du denn wer die Kleidung macht von H&M?

Darleen: ich glaube nicht die selbst sondern…

Suzanne: Ja H&M selbst nicht aber die schicken es ja irgendwo hin und irgendwer macht die Kleidung, denkst du das wird alles Computergesteuert und von Maschinen gemacht?

Darleen: ich weiß nicht, ist das nicht im Grunde so? Das man das mit Maschinen macht?

Suzanne: nein, tatsächlich ist das so, dass meistens in Bangladesch in sogenannten Sweatshops genäht wird, von Arbeiterinnen und Kindern die weniger als ein Doller am Tag verdienen.

Darleen: Achsooo

Suzanne: deswegen, also das ist ja der Skandal um diese ganzen Modeläden, das wäre ja schon mal schön wenn das wenigstens Roboter machen würden, ist aber leider nicht so.

Darleen: ich dachte immer das machen die mit Maschine alles.

Suzanne: Tatsächlich ist es so, dass es viele Arbeiten gibt die Maschinen übernehmen können, aber es ist billiger Frauen und Kinder auszubeuten als eine Maschine dafür zu nehmen

Darleen: Oh Gott

Suzanne: Das heißt du verdienst hier in vier stunden so viel wie eine Frau in Bangladesch in einem Monat.

Darleen: oha

Suzanne:  und sie näht an einem Tag 100 T-Shirts.

Darleen: das ist Krass, wusste ich nicht.

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Das Bild habe ich fotografiert, weil ich finde, wenn ich das Bild so interpretiere denke ich mir so irgendwie alles was man hier zeichnet ist nie als schlecht da gesehen weil ich finde wenn ich dieses Bild selber, ich hätte es aus Spaß gemalt, aber das das so tatsächlich so auf Shirts gedruckt wird und so das hätte ich zum Beispiel nie erwartet, ich find das irgendwie voll besonders weil ich sowas auch noch nie gesehen habe.

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Und mit dem Hund ist einfach, weil ich Tiere liebe und ich es süß finde.

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Die Küche weil ich es auch nie bei Arbeit oder so gesehen habe, dass essen oder so angeboten wird das finde ich halt auch cool.

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In der Kiste sind halt einfach so meine Arbeiten drin die ich gemacht habe und darauf bin ich halt sozusagen stolz immer wenn ich etwas geschafft habe.

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